Wie wirkt Spiritualität?
Neuere Forschungen zeigen immer deutlicher: Krankheiten entstehen in der Seele.In allen Bereichen der Heilkunde bewirkt diese Erkenntnis einen Umbruch.
Der Weg zum Gesundwerden geht also auch durch die Seele.
Die Seele lebt, bewegt sich, Energie fließt.
Die größte Energie ist die Liebe.
Wie wird man krank?
Wenn der Fluß der Liebe unterbrochen wird. Zum Beispiel durch eine frühe Verletzung oder Trennung von den Eltern. Daraus folgt Traurigkeit. Die Traurigkeit macht Angst. Angst bewirkt, daß man wegschauen und weglaufen möchte. Du läufst weg von Trauer und seelischem Schmerz - in die Wut, denn die tut weniger weh. Von dort läufst Du in die Gleichgültigkeit, Verachtung, Kälte, Leere, das tut noch weniger weh. Manchmal verwandeln sich diese Gefühle in "psycho - somatische" Beschwerden - das heißt, seelische und körperliche kombiniert. Schmerz ist versteinertes Gefühl, im Körper gespeichert. Jahre über Jahre...
Wie wird man gesund?
Den Weg in die andere Richtung gehen. Beherzt der Angst entgegen! Die Angst ist wie Gegenwind. Von den körperlichen Symptomen hin zu den darin versteckten versteinerten Gefühlen schauen. Das Symptom fragen: "Welches Gefühl willst du mir zeigen?" oder auch "Welche Person willst du mir zeigen?". Spüre Dich selbst langsam mehr. Von den kalten Gefühlen wie Verachtung hin zu den wärmeren: Wut, Schmerz, Sehnsucht, Trauer hinschauen. Das heißt: Wenn ein "sekundäres" (zweites) Gefühl da ist: Das Gefühl fragen: "Welches primäre (erste) Gefühl ist hinter dir versteckt?" Das tut weh. Es macht immer wieder Angst. Manche kehren um oder steigen aus. Es braucht Zeit. Aber es löst.
Eine gute Frage an die eigene Seele ist immer: "Wen liebst du?". Die Liebe ist das Ziel. Bemühe Dich, innerlich mit den Eltern, dem Schicksal und allem, auch mit der höchsten liebenden Macht, die wir manchmal Gott nennen, versöhnt zu sein. Alles lieben. Da wo die Liebe stärker wird, wird die Angst immer weniger! Die vollkommene Liebe vertreibt die Angst.
Liebe nehmen und auch geben, das gehört beides zusammen. Woher Liebe nehmen? Du bist Liebe. Sie ist in Dich hineingelegt. Und auch direkt von der Quelle, über die wir nur wenig wissen, fließt sie laufend durch Deine Urgroßeltern, Großeltern und Eltern zu Dir, vielleicht ohne ihr und Dein bewußtes Wissen, sozusagen manchmal unterirdisch. Diese Energie fließt unaufhaltsam und davon unabhängig, was Deine Eltern gerade denken tun und wo sie sind. Sie kann nur von Dir selbst blockiert werden, und auch Du selbst kannst Dich für sie wieder öffnen, zum Beispiel durch Stille und Meditation.
(Die alte Theorie, man hätte zu wenig Liebe von den Eltern bekommen, beruht auf einer Vorstellung, Liebe sei eine physikalische Kraft, die irgendwann alle sein könnte. Das ist eine Vorstellung von Mangel, die aus dem Materialismus kommt, sie verhindert die Lösung.)
Gib also Liebe weiter. Laß Liebe durch Dich fließen. Schau weg von Deinem "Ich" auf Andere. Das reinigt Dich von der selbstbezogenen Nabelschau. Statt Dich im Kreis zu drehen um Dich selbst, gehst Du voran.
Die in dieser Internetseite beschriebenen systemischen Lösungen, Familienaufstellungen und "Rückführungen" in die Vergangenheit sind im Grunde spirituelle Methoden.
Spirituelle Grundhaltung bei den Familienaufstellungen
Sie gelingen nur mit Achtung vor Eltern, Familie, Partnerschaft, und vor dem Größeren, das uns trägt. Das Ziel der Beratung ist Zustimmung und Versöhnung, auch wenn die Menschen verschieden bleiben. Die Kraft, die das ermöglicht, ist die Liebe. Der Blick auf die ganze Familie, auch die Vergessenen, Verachteten und Ausgeschlossenen, führt zu einem Helfen "jenseits von Gut und Böse" - das heißt, wir überwinden Spaltungen, die durch vordergründiges moralisches Urteilen oder enge religiöse Dogmen erzeugt wurden. So gelingt es uns, tiefer und weiter als bisher zu vergeben und zu lieben.
Spirituelle Grundhaltung bei den Rückführungen
Die Grundhaltung ist hier der Wunsch, etwas zu lernen über sich selbst.Was haben mir meine Erfahrungen in meiner früheren Zeit (vielleicht auch in meinen früheren Leben) gezeigt? In welchen Bereichen muß ich nun an mir arbeiten, um lieben und vergeben zu lernen?
Diese Erfahrungen machen unsere Vorstellungen vom Unsichtbaren und Geistigen tiefer und schlichter. Wir lösen uns von starren Glaubenssätzen ("Dogmen") die uns eingeengt haben. Wenn wir beten, bitten wir weniger und hören und vertrauen mehr. Wir reden weniger und handeln mehr. Wir werden ruhiger. Wir erleben uns "in die Weite geführt".
Manche Helfer, die in diese neuen Beratungsformen hineingewachsen sind, hatten zuerst kaum an Spiritualität oder Religion gedacht. Nun merken sie immer mehr, daß die Liebe das ist, was heilt. Sie gewinnen Ehrfurcht vor etwas Größerem, das den Helfer beim Helfen führt. Also auch Helfer sind dabei in ihren Vorstellungen mehr "in die Weite" geführt worden.
Deutsch - Seminare in Deutschland und in Windhoek
English - Seminars in Windhoek