Langzeitwirkungen von Familienaufstellungen
Link zu einer Studie über Langzeitwirkungen von Familien-Aufstellungen:
(DGFS, Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen)
http://www.familienaufstellung.org/befragung
einige Gedanken für "danach":
"Das hat aufgewühlt. Jetzt muß ich mich erst mal erholen!"
Ja - es ist normal wenn die Erde bebt - es sollte aber besser werden. Einige Tage innere Unruhe und schwankende Gefühle sind normal. Es ist etwas ans Licht gekommen, und das Verstehen und Einordnen braucht seine Zeit. Nun kann eine heilende Entwicklung beginnen. Neues wächst. Was hilft in dieser Zeit? Ruhe. Und: Tun Sie was Ihr Herz sagt - Kunst, Tagebuch, Natur, Musik, Spaziergänge, Reden mit dem Partner, später vielleicht auch mit einem bestimmten Menschen in Ihrer Familie... Und vielleicht eine stille Zeit an einem Grab.
"Ich bleibe verwirrt!"
Was aber, wenn es nach etwa 3-4 Tagen nicht besser wird? Bitte anrufen!
Gründe für Probleme nach Familienaufstellungen können sein:
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Ich habe etwas nicht oder falsch verstanden.
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Erst nach der Aufstellung sind neue Informationen aufgetaucht, das Bild muß ergänzt werden.
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Das Neue bewegt mich so stark, daß ich noch für einige Zeit einen Gesprächspartner brauche. (Besonders, wenn in der Familie schwere Schicksale wie Tod, Mord, Selbstmord, schweres Leid sind.)
Ein zweites Paar Augen kann helfen, wieder klar zu sehen.Bitte bleiben Sie in Kontakt mit uns und Ihrem Therapeuten.
Allerdings: Gerade Trauer-Arbeit braucht eine Zeit. Es kommt aber eine Zeit, da darf das Schwere für immer vorbei sein.
"Gut!"
Ja, natürlich freuen wir uns über jede Rückmeldung, aber nur wenn und wann Ihr Herz Ihnen dazu rät. Wir forschen bewußt nicht nach, um die Wirkung nicht zu stören.
"Jahre danach - läßt die Wirkung nach?"
Wenn das Gelernte ins Herz sinkt und die in der Aufstellung gefundenen Lösungsen ernst genommen und zu einer Grundhaltung werden, dann wird die Wirkung mit den Jahren tiefer und umfassender.
Mit den beispielhaft beim Bearbeiten einer schweren Belastung gewonnenen Erkenntnissen lassen sich selbständig weitere Belastungen in eine Kraftquelle verwandeln. Beispiel: Zuerst, schwerwiegend und naheliegend, Versöhnung mit der früh verstorbenen Mutter. Später wird es wichtig, sich auch mit der Schwester zu versöhnen.
"Keine Lösung" ?
Manchmal entscheidet sich ein Mensch, nachdem er vor eine Entscheidung gestellt wird, den alten Weg weiterzugehen. Es scheint, als wäre das "Leiden" leichter als die "Lösung". Die Lösung wird "vergessen" (ins Unbewußte verschoben). Den alten Weg geht er nun ernster und bewußter, eine lange Zeit. Von größeren Kräften geführt, von denen wir nichts wissen.
Manchmal geschieht das, was in dieser Geschichte gleichnishaft erzählt wird:
"Der Umweg"
Ein Wanderer, verirrt, doch schnell und stolz und siegesmutig, traf im Wald den einen Weisen. Ihn fragte er: "Bin ich auf dem rechten Weg?"
Besorgt schaute der Weise dorthin, wohin der Wanderer zu gehen strebte. Doch sah er mehr, sah Sumpf und Dornen, Räuber und den Felsenberg, der am Ende unbezwingbar ist, und warnte. Er wies dem Fragenden den anderen Weg, der steiler zwar und länger ihm erschien, doch wo auch Baum mit Frucht und Quelle dem Wanderer das geben würden, was auf der Reise nötig sei.
Und doch - ging dieser Wanderer den einen Weg.
Der zweite Weise stand, wie zufällig, am Wegesrand. Auch diesen fragte er noch nebenbei, nur im Vorübergehen: "Bin ich auf dem rechten Weg?"
Der zweite nun, wissend was war und werden würde, nickte. "Geh nur!" war alles, was er sprach. Und sah mit weisem Blick ihm nach.
Der Wanderer ging leichtfertig bergab. Fast holte ihn der Sumpf ins gnadenlose Dunkel. Dornen rissen Löcher ihm in Kleider und in Nerven. Räuber nahmen alles weg bis auf das Hemd und ließen ihn nur leben, weil er um Gnade bettelte. Ihm blieb nur noch die Angst. Ohne Schuhe stand er vor dem steilen Fels. Er stieg so lang bis seine Füße bluteten. Dann sank er hin und weinte. Lange lag er da.
Viel später, unter großen Mühen, in einem Bogen weit und durch den dichten Wald, wir wissen nicht von welcher Kraft erhalten, kam er erneut zum Wegpunkt der Entscheidung.
Nun wissend, dankte er für das, was er gelernt. Und dankte auch den Weisen, beiden.
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Link zu einer Studie über Langzeitwirkungen von Familien-Aufstellungen:
(DGFS, Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen)
http://www.familienaufstellung.org/befragung
Deutsch - Seminare in Deutschland und in Windhoek
English - Seminars in Windhoek