Monday Seminars

Kurse von Jutta Montag und Dr. med. Günther Montag

"Eß-Störungen"

 

 

Manchmal finden wir Ursachen für Eß-Störungen in einer Ebene, die über das "Ich" hinausgeht, in der Ebene des "Wir".

 

Übergewicht:

Eine abgelehnte Person kommt wieder als Symptom. Dieser wichtige Grundsatz könnte auch bei Übergewicht wirken.


Die schwerste Wirkung hat es, wenn jemand seine Mutter ablehnt. Der Vorwurf "wiegt schwer"!


Viele Menschen lehnen - bewußt oder nicht - ihre Mutter ab - doch etwas Tieferes in ihrer Seele sucht die Mutter im Übermaß.

 

Durch die Mutter fließt die Kraft zu uns, die uns von Anfang an wachsen läßt und ernährt. Körperlich und geistig. Wer diese Kraft ablehnt, wird in der Tiefe die Leere fühlen und unbewußt versuchen sie zu füllen. Zum Beispiel mit dem ununbewußten Essen. Wie oft hat schon ein fülliger Mensch beteuert, er esse ja fast nichts... und haben wir uns selbst oder andere beobachtet, oder andere uns, wie wir "unbewußt", wie in Trance, schnell, ohne Genießen, nebenbei, und somit "heimlich vor uns selbst" essen. Darum merken wir zu spät daß wir schon satt sind, und essen zu viel. "Die dicke Frau is(s)t ihre abgelehnte Mutter."

Andere Ursache für Übergewicht können sein: Der unbewußte Wunsch sich zu schützen vor sexueller Belästigung, oder aber Hunger, die in einer früheren Zeit (oder sogar in einem früheren Leben?) ein großes Problem waren. Aber bei diese Deutungen müssen wir aufpassen, daß wir uns nicht nur als "Opfer" sehen. Die gute Deutung gibt uns immer die Möglichkeit, zu handeln und uns zu wandeln!


Hier ein Vorschlag, der hilft:

1.
Auf der tiefen Ebene:

Achte Deine Mutter.

Gib Deiner Mutter ihren Platz in deinem Herz. Achte sie, mit allem, auch das Schwere das sie trägt - und wenn sie gehen will, laß sie mit Liebe gehen, denn auch das ist eine Art des Achtens. Vielleicht brauchst Du dann manches Schwere nicht mehr lange selber tragen... im geistigen und im körperlichen Sinn.

(bitte beachte auch den Artikel "Dein Erfolg hat das Gesicht Deiner Mutter"!


2.
Auf der Verhaltens-Ebene:
Iß mehr!
Iß Dich satt!
Iß gleichmäßig!
Iß mit Genuß!
Iß Langsam und mit Andacht!
Iß mit einem kleinen Löffel, und sag bei jedem Bissen den Satz "Liebe Mama, von dir nehme ich ein bißchen!"


Wer das von Herzen tut: (Beachte die Reihenfolge!)
* wird zuerst zufrieden,
* und nimmt später vielleicht sogar langsam ein bißchen ab.


Magersucht:

Oft will in der Familie jemand weggehen oder sterben. Wer? Oft ist es der Vater. Ein Kind sagt dann innerlich: "Lieber verschwinde ich als du, lieber Papa!"

Manchmal ist die Magersucht der unbewußte Wunsch, jemandem, der schon gestorben ist, in den Tod nachzufolgen. Zum Beispiel einer abgetrieben Schwester oder Bruder.

Was löst?

Wenn Du den betreffenden Menschen in Gedanken mit Liebe anschaust und sagst und auch meinst: "Auch, wenn du gehst - ich bleibe!" oder "Auch wenn Du gehen mußtest - bitte schau freundlich auf mich, wenn ich am Leben bleibe."

Eltern können also ihren magersüchtigen Kindern helfen, wenn sie ihre eigenen Nachfolgewünsche in den Tod anschauen, und wenn sie den aus der Familie Ausgeschlossenen, zum Beispiel ihren abgetriebenen Kindern einen Platz in ihrem Herz geben und später das ihren lebenden Kindern auch sagen. Ein Kind muß wissen, wieviel Geschwister es wirklich hat.



Bulimie:

 
In einigen Fällen ist in der Familie eine unsichtbare Spaltung zwischen Mutter und Vater. Die Mutter erlaubt dem Kind unbewußt nicht, das Leben und die Liebe vom Vater anzunehmen. Als ob sie sagen würde: "Nur von mir kommt etwas Gutes." Dann "nimmt" das Kind unbewußt von der Mutter zu viel (Eß-Anfälle) und hat dann ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Vater, so spuckt es das Essen zum Ausgleich wieder heraus.

Eine hilfreiche Übung wäre hier: Du stellst Dir Deine Lieblingsspeise vor, die Du als kleines Kind gern gegessen hast. Dann stell Dir vor, Du sitzt als kleines Kind beim Papa auf dem Schoß, er füttert Dich mit Deiner Lieblingsspeise. Du sagst bei jedem Löffel zur Mama: "Schau mal, Mama, beim Papa schmeckt es mir auch gut."

Eine andere Ursache für Bulimie kann aber auch sein: Du kämpfst innerlich ob Du sterben willst (spucken) oder leben (Heißhunger). Dies ist oft so wenn die Bulimie sich aus einer Magersucht heraus entwickelt hat.

Diese Ursachen haben sich oft gezeigt.

Wenn etwas vermutet wird, sollte es - zum Beispiel durch eine Familienaufstellung - nachgeprüft werden.

Eine zutreffende Deutung erkennt man daran, daß sie auch einen Hinweis auf eine Lösung enthält.



Noch etwas:


Denkst Du beim Essen an die Tiere, deren Leid und Tod Du in Kauf nimmst? Du bist, was Du ißt. Du nimmst die Einsamkeit, das Leid, die Wut, die Todesangst der gequälten, gemästeten und geschlachteten Tiere auf. Und all das Gift mit dem sie gefüttert worden sind.


Viele Krankheiten könnten durch pflanzliche Ernährung gelindert oder verhindert werden.
Die Wahrnehmung, im sinnlichen oder im übersinnlichen Bereich, wird feiner wenn wir uns weniger von tierischen Produkten ernähren. 



Noch etwas, last not least: Wenn ich für mein Essen danke - und allen die es gemacht und gegeben haben - dann ist das Essen für mich heilsam, auch noch auf einer anderen, ganz tiefen Ebene.